Hansis Vogelzucht
Über45 Jahre Haltung und Zucht

Schamadrossel

 
 
      Haltung und Zucht der Schamadrossel 

                           ( Copsychus malabaricus )

Lebensraum :
Vorderindien, Ceylon, Hinterindien und Indonesien.
 
 
Kennzeichen :
Männchen:
28 cm einschließlich des 15 cm langen Schwanzes. Kopf ,Rücken und Kehle leuchtend schwarz.Brust und Bauch kräftig braun, Bürzel weiß, Schwanz schwarz weiß, Schnabel schwarz. Füße fleischfarben.
Weibchen:
trübbraune Oberseite und Kehle, die schwarzen Partien sind
grau , kürzerer Schwanz. insgesamt kleiner.
Jungtiere:
wie Weibchen, aber stark gesprenkelt.
Nahrung : 
Als Grundfutter ein gutes Universalfutter für
drosselartige Insektenfresser.
Zusätzlich : Mehlwürmer, Fliegenmaden, Heimchen, Grillen, Regenwürmer, Wiesenplankton..

Haltung :
Schamadrosseln sind unempfindliche Pfleglinge, wenn
man einige Besonderheiten beachtet
Es empfiehlt sich nach dem Kauf, besonders wenn es sich um Wildfänge handelt, die Tiere in einem gesonderten Käfig / Voliere für ca. 3 Wochen separat zu halten. So kann man frühzeitig eingreifen, wenn sich die zukünftigen Partner nicht verstehen. Denn es kann vorkommen das einzelne Männchen das vorgesehene Weibchen nicht akzeptieren und sogar töten. Durch vorsichtige Fütterung aus der Hand mit frisch gehäuteten Mehlwürmern, Heimchen oder Wachsmaden werden die Vögel zutraulich und warten nach kurzer Zeit schon am Volierendraht auf die Fütterung.
Zu anderen Volierenbewohnern sind die Schamadrosseln außerhalb der Brutzeit absolut friedlich .
Schamadrosseln können das ganze Jahr in der Voliere gehalten werden, wenn in der kalten Jahreszeit ein geschützter Innenraum zur Verfügung steht.
An die Einrichtung der Voliere stellen die Drosseln keine besonderen Ansprüche. Es sollten natürliche Zweige als Sitzgelegenheit vorhanden sein.
Hier bieten sich vor allem Obstbaum-, Weiden- oder Hasselnusszweige an.Auch kann die Voliere begrünt werden. In Frage kommen hier Holunder, Kirschlorbeer, Tuja, Tanne, Hopfen oder Efeu. Bewährt hat sich als Bodengrund Walderde, Rindenmulch, Pinienrinde oder Hanfstroh . Als Nistgelegenheit sollte man halboffene Nistkästen ca. 15x 15 cm., Wellensittich- oder Naturstammhöhlen für Neophemen verwenden.
 
Zucht:
Das A und O der Zucht liegt in der Zusammenstellung des Zuchtpaares.
Es ist sehr wichtig, dass man ein harmonisierendes Paar zusammenstellt.
Hierbei ist es besonders wichtig, dass das Männchen aus einer Naturbrut stammt.
Leider kommt es vor allemn bei importierten Männchen sehr häufig vor, dass der Hahn sich nicht an der Fütterung evtl. vorhandener Jungtiere beteiligt. Dies liegt meistens daran, das diese Tiere in den Ursprungsländern bereits als  Nestlinge aus dem Nest genommen werden und dann per Hand weiter aufgezogen werden. In diesem Fall hat das Jungtier, durch die frühe Entnahme aus dem Nest, bereits
eine Fehlprägung . Dies ist in der Regel bei nachgezogenen Männchen nicht der Fall.
Wenn man ein harmonisierendes Paar besitzt, wird vom Männchen der Nistkasten unter heftigen Balzen und Singen ausgesucht. Wenn dieser auch dem Weibchen gefällt, wird innerhalb weniger Tage ein Nest aus verschiedensten Materialien fertiggestellt.
Nachdem das Nest fertiggestellt ist, werden im täglichem Abstand 3 – 5 braungesprenkelte, hellgrüne Eier gelegt. Das Weibchen brütet allein. Während dieser Zeit wird das Männchen fast pausenlos seinen herrlichen Gesang vortragen. Nach ca. 14 Tagen schlüpfen dann die Jungtiere. Diese werden dann von beiden Alttieren mit kleinen Heimchen oder frisch gehäuteten Mehlwürmern
gefüttert. Während dieser Zeit kann man den Alttieren auch Freiflug anbieten, die Elterntiere werden immer wieder zu den Jungtieren zurückkommen.
Aber dies ist sicherlich nur in katzenfreien Gärten möglich.
Nach ca. 12 – 14 Tagen verlassen die Jungtiere , teilweise noch flugunfähig den Nistkasten.
Die Alttiere werden jetzt jeden Vogel, der den Jungtieren zu Nahe kommt, vertreiben. Auch spielt die Größe der Vögel keine Rolle.
So wurden bei mir z. Bsp. die viel größeren Straußwachteln in der Nähe der Jungvögel sofort angegriffen und in eine Ecke der Voliere vertrieben. Zu ernsthaften Schäden kam es dabei aber nie. Nach weiteren 3 Wochen sind die Jungen dann selbstständig.
Das Weibchen wird normalerweise nach ca. 7 – 10 Tagen mit einer weiteren Brut beginnen.
Die Jungtiere werden in dieser Zeit fast ausschließlich vom Männchen versorgt. Es sollten nicht mehr als 2 Jahresbruten zugelassen werden.

Fazit:
Bei der Schamadrossel handelt es sich um einer sehr
interessanten Pflegling, der auch einem Anfänger in der Haltung der Insektenfresser empfohlen werden kann. Das zutrauliche Wesen und die Neugierde mit der die Schamadrossel alles um sich herum betrachtet sind schon
beeindruckend. Aber noch beeindruckender ist der Gesang der Männchen, den viele für einen der besten in der Vogelwelt halten.
 



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